Was wir von gutem Design lernen können

16. Mrz 21

Dieter Rams  ist für mich immer noch DER führende Experte für klares und dadurch schönes Produktdesign. Gerade für die Firma Braun hat er in den 1950er bis 1980er Jahren grandiose Produkte geschaffen:

Das hier kennen Sie nicht, aber es erinnert Sie an etwas?

 Genau, es war schon in den 1950er Jahren die Designvorlage für den späteren Apple iPod.

Und dieser Taschenrechner aus den 1970er Jahren wird heute noch vom Taschenrechner auf dem iPhone zitiert:


Leider war das meiste vor meiner Zeit. Heute habe ich leider keine Verwendung mehr für eine Stereo-Anlage (auch wenn meine Plattensammlung immer noch darauf wartet, dass ich meine Meinung dazu ändere). Ansonsten hätte ich bestimmt eine gebrauchte Atelier 1. Vielleicht sollte ich mich schon mal auf die Suche machen…


Die zehn Thesen für gutes Design von Dieter Rams:

Dieter Rams hat seine Design-Philosophie in zehn Thesen gegossen:
1. Gutes Design ist innovativ.
2. Gutes Design macht ein Produkt brauchbar.
3. Gutes Design ist ästhetisch.
4. Gutes Design macht ein Produkt verständlich.
5. Gutes Design ist unaufdringlich.
6. Gutes Design ist ehrlich.
7. Gutes Design ist langlebig.
8. Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail.
9. Gutes Design ist umweltfreundlich.
10. Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.


Die sieben Thesen für gute Organisation von mir:

Abgeleitet, gekürzt und in eine andere Reihenfolge gebracht, gelten für mich diese Thesen auch für gute Unternehmensorganisation:

  1. Gute Organisation folgt der Funktion des Unternehmens. Es werden keine überflüssigen Funktionen unterstützt. Gute Organisation ist daher verständlich und brauchbar.
  2. Gute Organisation ist unaufdringlich. Sie dient der Funktion des Unternehmens und hat keinen eigenen Selbstzweck (wie z.B. die Bürokratie).
  3. Gute Organisation ist ehrlich. Sie folgt nur der Funktion des Unternehmens und funktioniert für alle gleich.
  4. Gute Organisation ist konsequent bis ins letzte Detail. Jeder Prozess muss eindeutig funktionieren. Ohne undurchsichtige Nebenbedingungen.
  5. Gute Organisation ist innovativ. Jeder Fortschritt, der dem Prozess dienen könnte, wird von allen gierig verfolgt.
  6. Gute Organisation ist umweltfreundlich und nachhaltig. Ressourcen jeglicher Art (also auch Kraft und Zeit von Mitarbeitern) werden nicht vergeudet.
  7. Gute Organisation ist so wenig Organisation wie möglich. „Vollkommenheit entsteht nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann." Antoine de Saint-Exupéry

Der Weg ist das Ziel

Das Ziel einer schlanken Organisation wird nie wirklich erreicht, sondern muss permanent erarbeitet werden.

Hab’ ich schon erwähnt, dass genau das zu den Schwerpunkten meiner Arbeit gehört? Vielleicht wollen Sie sich ja mal mit mir zusammen auf den Weg machen?


Teilen Sie gerne diesen Content auf Ihren Social Media-Kanälen:

Frank Feldhaus

Über den Autor

Berater für Führung und Organisation. Ärgert sich über alles was nicht funktioniert. Weiß aber, dass Perfektion schrecklich langweilig ist und dass wir Probleme brauchen, um daran zu wachsen. Ein ewiger Widerspruch...


Sie mögen vielleicht auch diese Artikel:


{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>