Perfektionismus nervt!

Strive for excellence, not perfection.
H. Jackson Brown Jr.

Laut Wikipedia ist Perfektion oder Vollkommenheit ist ein Zustand, der sich nicht mehr verbessern lässt.

Das Problem dabei: Wir leben in einer unperfekten Welt. Perfektion wird man nie erreichen. Perfektionismus eine „Denkfalle“, die uns behindert und sogar schadet.

Perfektionismus geht mit der ständigen Angst vor Fehlern einher und führt zu permanenter Unzufriedenheit. Ein Verhalten, das langfristig durchaus krank machen kann.
Perfektionismus verhindert Kreativität, das „Spielen“ mit verschiedenen Lösungen und verhindert damit Weiterentwicklung und Fortschritt.
Perfektionismus lähmt nicht nur den Perfektionisten, sondern auch sein ganzes Umfeld. Besonders schlimm ist ein Perfektionist als Führungskraft – dieser überträgt die negativen Seiten auf seine Mitarbeiter und führt zum Stillstand seines ganzen Bereichs.
Perfektionismus kostet Zeit für die Suche nach einer nicht vorhandenen perfekten Lösung.


Die Alternative: Streben nach Exzellenz.

Wo liegt der Unterschied? Streben nach Exzellenz berücksichtigt, dass man keine Perfektion erreicht. Ziel ist, das Beste in der zur Verfügung stehenden Zeit und mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen zu erreichen. Exzellenz lässt es zu, dass man mit einer 80%-Lösung startet. Exzellenz lässt auch Fehler zu – die kann man später beheben und so immer besser werden. Exzellenz fördert die Kreativität, da man frei über viele Lösungsansätze diskutieren kann, weil es nie nur den einen perfekten Lösungsansatz gibt.

Streben nach Exzellenz motiviert, Streben nach Perfektion demoralisiert.

Was aber, wenn in uns ein Perfektionist wohnt? Machen Sie sich folgende Punkte klar:

1. Nicht alle Aufgaben im Leben verlangen nach Perfektion.
Ein Projektplan gehört nicht dazu (den kann und muss man immer wieder veränderten Rahmenbedingungen anpassen).
Der Bau eines Atomkraftwerks gehört eher dazu – aber das gehört bei den wenigsten von uns zum täglichen Business.

2. Suchen Sie sich eigene Spielräume, um Perfektion auszuleben.
Das berufliche Umfeld gehört definitiv nicht dazu. Aber im Rahmen eines Hobbys kann man seinen Perfektionismus ausleben. Ein Mitarbeiter eines Kunden hat zum Beispiel Modelleisenbahnen gebaut – nicht die aus dem Baukasten, er hat tatsächlich jedes einzelne Bauteil selber hergestellt, mit einer unglaublichen Detailverliebtheit. Nur fertig wurde er nie, brauchte er aber ja auch nicht!

3. Setzen Sie sich zeitliche Limits.
Die in diesem Zeitlimit erreichte Lösung ist gut genug.

Hier hilft das gute alte Pareto-Prinzip weiter: Stellen wir uns vor, wir sind auf der Suche nach der 100%-Lösung. Eine „gut-genug-Lösung“ haben wir nach 20% der Zeit erreicht. Der Aufwand zur nächsten Perfektions-Stufe benötigt unverhältnismäßig viel Zeit.

Click Here to Leave a Comment Below

Leave a Reply: