Erfolgsfaktor Nr. 1: Selbstmanagement (1)

Führungskräfte fühlen sich oft wie Kugeln im Flipperautomat (sie erinnern sich? Oder für die jüngere Generation: Link). Sie springen von einer Aufgabe zur nächsten, können sich nie lange mit einer Aufgabe beschäftigen, da sie gleich wieder zu einer neuen Herausforderung gestoßen werden. Am Ende des Tages haben sie das Gefühl, sich extrem bewegt, aber nicht wirklich vorangekommen zu sein (das nennt man dann „Hamsterrad“).
Und so müsste man eigentlich noch zwei Stunden länger arbeiten, weil der Chef die Erwartung hat, dass auch strategische Fragen bearbeitet werden müssen.
Macht man das öfter, kollidiert das mit den Erwartungen der Familie zuhause, oder der Freunde, oder mit dem eigenen Fitness-Programm. Und war man nicht mit hohen persönlichen Zielen in diesen Job gestartet? Bestimme ich eigentlich noch über mein Leben? Da kommt schon wieder das Gefühl der Flipperkugel auf – kann da mal bitte jemand den Stecker ziehen?

Nun liegen im Werkzeugkasten eines Organisationsberaters natürlich tolle Werkzeuge, die ich jetzt hervorziehen könnte – Erwartungsmanagement, Delegation, Zeitmanagement…
Ich habe aber die Erfahrung gemacht (auch ganz persönlich), dass diese Werkzeuge oft nur an den Symptomen greifen, nicht aber an den Ursachen.
Das hat dann zur Folge, dass wir zu allem oben beschriebenen Streß nun auch noch den Streß z.B. von Zeitmanagement oben drauf bekommen. Das macht die Sache nicht immer besser.

Selbstmanagement als Basis-Werkzeugsammlung

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir an unserer Basis arbeiten müssen. An unserem Selbst. Dass wir uns Zeit nehmen müssen, uns regelmäßig von außen zu beobachten und uns zu fragen „gefällt uns, was wir sehen?“. Das nennt sich dann Selbstmanagement.

Selbstmanagement klingt erst mal nach „schon wieder ein Tool!“. Aber ich halte Selbstmanagement für DEN Erfolgsfaktor für unser ganzheitliches Leben.

Selbstmanagement soll zwei Dinge beeinflussen: Inhalt und Richtung unseres Lebens.
1. Inhalt: Ich verfolge im Leben Dinge, die zu mir passen.
2. Richtung: Ich verfolge im Leben Ziele, die ich definiert habe.

Zum Inhalt:
Jeder Mensch ist dort komplett unauffällig und durchschnittlich, wo er seine Persönlichkeit, seine Kenntnisse und Neigungen nicht einbringen kann. Kennten wir unsere Persönlichkeit, können wir über den Durchschnittlich hinaus wachsen. Das ist sowohl für uns als auch für Unternehmen, in denen wir arbeiten, ein großer Vorteil.

Zur Richtung:
Das Ziel von Selbstmanagement ist Selbstbestimmtheit, also das Verfolgen von eigenen Zielen und Ideen für das eigene Leben. Wer das beherrscht, ist zufriedener und auch weniger anfällig für Krisen.

Ich bin davon überzeugt, dass ein gutes Selbstmanagement uns erfolgreich machen kann. Und ich bin ebenso davon überzeugt, dass heutige Unternehmen genau diesen Typ Mitarbeiter brauchen.

Warum Selbstmanagement auch für Unternehmen immer wichtiger wird

Wir Menschen sind auf faszinierende Art unterschiedlich. Von den ca. 7,4 Mrd. Menschen gibt es nicht zwei gleiche! Unglaublich, was sich da Gott / Universum / Natur (je nachdem, an was sie glauben) ausgedacht hat.

Vor der Industrialisierung hat sich wohl kaum ein Mensch Gedanken um Selbstmanagement gemacht. Warum auch. Man lebte in landwirtschaftlichen oder handwerklich geprägten Strukturen und die haben es ausgehalten, wenn unterschiedliche Menschen zusammen arbeiteten und lebten. Na gut – ganz komische und unangepasste hat man als Hexen verbrannt, das war auch nicht nett.

Während der Industrialisierung wurden menschliche Unterschiede „anstrengend“. Man wollte ja nur Arbeitskräfte, die tun was man ihnen sagt. In dieser Zeit wurde Arbeit vereinheitlicht und mit ihr die Menschen, die diese Arbeit tun. Menschen wurden als Maschinen genutzt. Hier hatte menschliche Kreativität oder auch nur Persönlichkeit keinen Wert. Ganz im Gegenteil – man trennte sauber die denkende Schicht von der arbeitenden.

Heute endet in vielen Branchen die Zeit der Industrialisierung. Viele Unternehmen müssten radikal umdenken und sowohl Kreativität als auch Persönlichkeit der Mitarbeiter sind absolut notwendig, um Unternehmen voran zu bringen. Diesen Paradigmenwechsel in der Führung beherrschen leider nicht viele Unternehmen. Aber gerade heute ist es so wichtig geworden, echte Persönlichkeiten im Unternehmen zu haben. In Dienstleistungsunternehmen will kein Kunde mit (menschlichen) Maschinen zu tun haben (schon mal die Service-Hotline der Telekom angerufen – dann wissen sie, was ich meine!), sondern mit richtigen Persönlichkeiten, die in der Lage sind, auch komplizierte oder gar komplexe Probleme zu lösen.

 

Selbstmanagement auch als Erfolgsfaktor für Unternehmen

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Unternehmen Menschen brauchen, die genau wissen, was sie können und in diesem Bereich dann arbeiten. Diese Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ein Unternehmen! Menschen, die das beherrschen, werden erfolgreicher sein als andere!

 

Zusammenfassend läßt sich also sagen:

Selbstmanagement ist besonders für Führungskräfte DER Erfolgsfaktor, mit dem wir die unterschiedlichen Erwartungen, die an uns gestellt werden, in Zusammenhang bringen können mit unseren Zielen. Gutes Selbstmanagement legt eine wichtige Basis für unseren Erfolg.
Mitarbeiter, die ein gutes Selbstmanagement beherrschen, sind auch für Unternehmen ein absoluter Erfolgsfaktor, da sie wissen was sie können (und auch, was sie nicht können) und so aus der Durchschnittlichkeit herausragen können.

 

Seien Sie gut!

Über Duzen und Krawatten – gelingender Kulturwandel wird vorgelebt, nicht verordnet!

Ist schon komisch, um was sich vielbeschäftigte und erfolgreiche Vorstandsvorsitzende in Deutschland so kümmern.

Dieter Zetsche präsentiert Daimler auf der IFA2016 ohne Krawatte, dafür in Jeans und Sneakers. Wenigstens das Sakko war noch da. Wohlgemerkt: Daimler – das sind die, die Mercedes-Autos herstellen. Also die mit den eingebauten Hosenträgern und den ältesten Neuwagenkäufern. Hat aber gut ausgesehen, er kann sowas absolut tragen!

Der Chef der Otto-Group Hans-Otto Schrader hat seinen Mitarbeitern das Du-Wort verordnet. „Flache Hierarchien und der Weg zum Wir ginge nur über das Du“ sagte er in einem Interview mit der WiWo. Nur Herrn Otto, also seinen Chef, möchte er nicht wirklich duzen („Eine gewisse Distanz ist da für alle Seiten durchaus hilfreich.“).

Lidl-Chef Klaus Gehring verordnete seinen Mitarbeitern ebenfalls das Du-Wort. Hier allerdings mit einem deutlich drohenden Unterton: „Es gibt keinen Zwang. Aber klar ist: Wer sich nicht duzt, isoliert sich. Das sind nicht die Leute, die wir brauchen.“ Na klar, Lidl. Nur zur Erinnerung: Das sind die, die ihre Mitarbeiter mit Video-Kameras in Umkleideräume und Toiletten bespitzelt haben. Dafür haben sie 2004 den Big-Brother-Award bekommen.
Da schlägt man als Lidl-Mitarbeiter bei der Duz-Anordnung schon mal vorsorglich die Hacken zusammen.

Tja, es wollen halt alle cool sein. Es gelingt halt nur nicht allen. Weil zum cool-sein auch ein gewisses Maß an – ja: Coolheit und Lässigkeit gehört.

Auf der einen Seite ist es notwendig, dass sich die Chefs um den fälligen Kulturwandel in ihren Unternehmen kümmern. Das gehört zu ihren Aufgaben. Die Welt verändert sich und die besten Uniabsolventen gehen heute eben lieber zu Facebook, Google oder Microsoft. Weil die cool sind, oder?

Auf der anderen Seite wird ein wirklicher Kulturwandel nicht verordnet, sondern vorgelebt. Von coolen Chefs wie Mark Zuckerberg, Larry Page oder Satya Nadella.

Eine Duz-Anordnung mit offener Drohung wie von Klaus Gehring wirkt da doch – uncool!

Kulturwandel geschieht durch glaubwürdiges Vorleben. Ist halt so wie in der Kindererziehung („ich kann reden was ich will, meine Kinder machen mir doch alles nach!“). Ohne Glaubwürdigkeit wird eine angekündigte Veränderung zur Verhöhnung. Wer nicht nach Gleichwertigkeit zwischen Chefs und Mitarbeitern strebt, sollte dies auch nicht durch Wortwahl und Kleidung so aussehen lassen.

Also, ganz im Sinne der neuen Unternehmenskultur: Seid ehrlich – man spürt, wenn ihr das nicht seid.

Seien Sie Seid gut!
(Herrschaftszeiten, ist aber auch schwer mit dem Duzen…)

Warum Selbstmanagement ihr wichtigster Erfolgsfaktor ist

Erinnern Sie sich noch an den Film „Hancock“? In dem Will Smith einen Mann mit Superkräften spielt, der aber absolut keine Lust hat, die Rolle des Helden einzunehmen? Er lebt als Obdachloser, ist ständig betrunken, immer gereizt und absolut unmotiviert. Setzt er einmal seine Superkräfte ein, verursacht er wesentlich mehr Schaden als Nutzen, so dass auch die Bevölkerung völlig entnervt ist von seinen Exzessen.
So viel Potential, so wenig Nutzen – welch Verschwendung!

Aber im Film gibt es ein Happy-End (klar – ist ja ein amerikanischer Film): Hancock lernt seine Kräfte sinnvoll einzusetzen und erlebt, welchen Nutzen und tiefe Befriedigung das bietet. Hancock muss das lernen. Wie er seine Kräfte so einsetzt, dass nicht gleich wieder ein Haus einstürzt. Wie er landet ohne tiefe Krater in der Straße zu hinterlassen (das sind echte Probleme…). Wie verletzlich andere Menschen sind. Kurz: Er lernt sich selbst richtig einzusetzen und damit seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Er lernt, sich selbst zu führen. Hat aber nicht immer sofort geklappt:

Ich weiß, der Film war kein großes Kino. Aber ich sehe viel Hancock in mir – und in vielen anderen. OK, mit Ausnahme der Superkräfte vielleicht. Jeder von uns hat ganz spezielle Talente, die in ihrer Summe absolut einzigartig sind. Und auf einzigartige Weise nutzenbringend sein können. Oder, bei falscher Anwendung, großen Schaden anrichten können.

Selbstmanagement hat einen wesentlichen Einfluss auf unsere persönliche Lebensqualität, aber auch auf die Qualität einer ganzen Organisation. Es geht dabei nicht um eine exzessive Selbstoptimierung, sondern darum, bewusst zu leben, die eigenen Talente nutzenbringend einzusetzen und eigene Ziele zu entwickeln und zu verfolgen. Und daraus die tiefe Befriedigung zu erlangen, dass man sein eigenes Leben lebt, nicht das, was andere für uns vorgesehen haben.

Schlechtes Selbstmanagement kann zu einem selbstausbeuterischen Leben führen oder dazu, auf der Stelle zu treten ohne voran zu kommen. Schlechtes Selbstmanagement kann dazu führen, dass eine ganze Organisation in einem zähen, dunklen Brei aus Unlust, Demotivation und schlechter Stimmung versinkt. Und mit einer solchen Organisation begeistert man weder Kunden noch zukünftige Mitarbeiter. Und außergewöhnlichen Leistungen oder gar Innovationen wird es in so einer Organisation auch nicht geben.

Ich halte die Fähigkeit eines guten Selbstmanagements für DEN Erfolgsfaktor in unserem Leben!

Seien Sie gut!

Hingabe oder Effizienz?

Manchmal geht mir das Streben nach Effizienz menschlichen Handelns extrem auf die Nerven. Effizienz ist nicht Sinn unseres Handelns. Sinn ist schlicht und einfach, unsere Arbeit erledigt zu bekommen.
Es geht dabei aber noch um die wichtige Frage nach dem „Wie“.

Als wir unseren Job gewählt haben, wollten wir (hoffentlich) genau dieses „eine Ding“ machen! Menschen ehrlich führen oder Projekte erfolgreich zum Abschluss bringen oder Holzhäuser bauen oder Menschen gesund machen oder Computerprogramme schreiben. Diesen Kern unserer Arbeit wollten wir großartig machen.
Dann starten wir in den Job und merken, dass wir nicht nur dieses „eine Ding“ machen können. Zum Job gehören leider auch „tausend andere Dinge“ die wir machen sollen, aber die uns Zeit und Kraft für das „eine Ding“ rauben. Projekt-Präsentation erstellen, in Status-Meetings sitzen, administrativen Kleinkram erledigen, mal eben eine andere Aufgabe einschieben, usw. Und je größer das Unternehmen, desto mehr müssen wir uns mit allen möglichen Bullshit beschäftigen, statt unserer eigentlichen Aufgabe nachzukommen. Um mit Lars Vollmer zu sprechen: wir tun dann nur noch so, als würden wir arbeiten.

Nur hier kommt die Effizienz sinnvoll ins Spiel: Wir wollen die „tausend andere Dinge“ so schnell wie möglich und mit so wenig Kraftaufwand wie möglich wegarbeiten, damit wir Zeit für unser „eines Ding“ haben.

Aber unser „eines Ding“ sollten wir mit Hingabe machen statt mit Effizienz!

Gute Dinge brauchen Hingabe und Zeit. Sei es ein gutes Essen (ich könnte heute Abend frischen Fisch auf einem Kräuterbett mit karamellisierten Tomaten machen. Na gut – ein Joghurt tut’s auch). Ein guter Espresso (OK – gefriergetrockneter Kaffee ist bequemer). Oder Kleidung (das bügelfreie Hemd ist hässlich – aber bügelfrei…). Oder eben unsere eigentliche Arbeit, unser „eines Ding“.
Es ist unsere Lebensentscheidung, ob wir den Aufwand betreiben, die für uns wichtigen Dinge mit Hingabe und großartig zu tun!

Aber die Art und Weise, wie wir die uns wichtigen Dinge erledigen, prägt uns. Sie macht einen Teil unseres Charakters aus. Wir sollten nicht zulassen, dass es Teil unserer Persönlichkeit wird, dass wir Dinge nur noch effizient, aber nicht großartig machen!
Niemand kann stolz darauf sein, wichtigen Dinge nur mittelmäßig aber effizient erledigt zu haben.
Aber Arbeit mit Hingabe mach Spaß. Sie erfüllt uns, macht uns glücklich und langfristig auch erfolgreich.

Fehlt die Hingabe, werden wir nur noch zu Bürozombies. Zu lebenden Robotern. Und tun alles nur noch, weil es von uns verlangt wird. Aber das Herz schlägt nicht mehr dafür.
Bürozombies locken keine Kunden an. Sie verbessern nicht das Betriebsklima. Sie sind nicht mal „klimaneutral“, sondern „klimaschädlich“. Organisationen, die nur Bürozombies haben, werden langfristig selbst zu Zombies – und die sind weder innovativ noch anziehend für Kunden oder neue Mitarbeiter.

Pragmatische Menschen meinen zwar, Arbeit müsse keinen Spaß machen und Arbeit sei auch nicht dafür da, uns Sinn zu vermitteln. Mag sein. Aber schöner wäre es schon…

„Es ist reine Zeitverschwendung, etwas Mittelmäßiges zu tun.“
Madonna Louise Veronica Ciccone

Menschen mit Hingabe machen einen Unterschied. Sie merken es sofort. Ich liebe es jedenfalls, solchen Menschen zu begegnen.
Der Call-Center-Mitarbeiterin, die mit ihrer ehrlicher Fröhlichkeit den Ärger der langen Warteschlange wegbläst. Der Supermarkt-Kassiererin, die mich freundlich registriert (ha, ein Wortspiel!). Der Handwerker, der zwar muffelig ist, aber einen tollen Job macht. Mein Briefträger. Immer gute Laune. Selbst bei miesem Wetter. Der Kollege, der zwar schon wieder seinen Projektstatus zu spät abgegeben hat, aber dafür eine Tolle IT-Lösung für den Kunden geschaffen hat.

Menschen mit Hingabe sind eine Wohltat!

Warum fordern wir dann von unseren Mitarbeitern nicht einfach mehr Hingabe?
Weil es nicht funktioniert. Jeder hat den Wunsch, mit Hingabe zu arbeiten. Hingabe kann man nicht vorschreiben, nur zulassen bzw. verhindern.

Wir müssen in Unternehmen wieder Arbeit mit Hingabe erlauben. Wir als Führungskräfte müssen es vorleben. Und unsren Mitarbeitern Raum dafür geben. Das heißt schlicht und einfach: lassen wir unsere Mitarbeiter mehr ihre eigentliche Arbeit tun, statt ihnen Aufgaben aufzuhalsen, die sie von der eigentlichen Arbeit abhalten.

Seien sie gut!

2 Jahre alte To-Do-Liste gefunden – ist immer noch aktuell…

Ich werde mir die nächsten Tage einen neuen Computer kaufen.
Um keinen Datenmüll auf den Neuen zu übertragen, habe ich letztes Wochenende die Festplatte auf dem alten Rechner aufgeräumt. Da fand ich doch eine 2 Jahre alte To-Do-Liste mit meinen langfristigen Zielen. Die sah meiner derzeitigen To-Do-Liste ziemlich ähnlich.Mist! Da ist was schiefgelaufen!Kennen Sie das auch?
Da plant man, träumt und denkt sich Ziele aus, schreibt sie sogar auf! Aber aus den Plänen wird doch keine Realität.
Eigentlich ein erschreckender Gedanke!Nicht dass ich 2 Jahre untätig war. Ich habe halt andere Ziele verfolgt.
Aber es waren nicht alles die Ziele, die ich mit mir vereinbart habe.
Und vielleicht noch nicht einmal alles meine Ziele, sondern fremde.

Dabei weiss ich ja, was zu tun ist (bin ja schließlich Organisationsberater…):

  1. Es ist MEIN Leben. Ich definieren die Ziele und Träume. Tun ich es nicht, machen das andere für mich. Kann auch interessant sein, muss aber nicht.
  2. Um Ziele zu realisieren, müssen Ziele in meinen Kalender. Ich mache also einen ersten Termin mit mir, um zu überlegen, welche Schritte ich zur Realisierung meiner Träume gehen muss. Für jeden Schritt legen ich einen weiteren Termin mit mir an. Und zwischenzeitlich das Träumen nicht vergessen!
  3. Ich verteidige diese Termine! Sie können kurzfristig verschoben werden, dürfen aber niemals gestrichen werden.
  4. Mindestens einmal im Monat nehme ich mir Zeit (—> Kalender!) um zu prüfen, ob ich meinen Zielen näher gekommen bin. So vermeide ich einerseits Stillstand, andererseits Aktionismus (der mich wohl bewegt, aber nicht voranbringt in Richtung Ziel).
  5. Mindestens einmal im Jahr mache ich mir Gedanken über die Relevanz meiner Ziele. Das Leben ist volatil! Umstände ändern sich, Menschen auch. Und damit vielleicht auch Ziele. Ich hinterfragen jedes Ziel um herauszufinden, ob ich wirklich noch mit ganzem Herzen von der Realisierung träumen kann. Wenn nicht, ändere ich meine Ziele!
  6. Ich hebe alte Zieldefinitionen auf und hole sie nach ein paar Jahren aus der Versenkung (z.B. beim Aufräumen meines Computers – ich tue dann so, als wäre es geplant gewesen und schreibe einen Blogpost darüber…). Ich denke darüber nach, was diese Ziele heute noch für mich bedeuten. Und ob es weh tut, dass soviel Zeit verstrichen ist, ohne dass diese Ziele Realität geworden sind! Je größer der Schmerz, desto mehr Energie werde ich in die Verwirklichung stecken.

Das alles weiss ich. Eines habe ich nicht beachtet:
Meine Zeit und Energie ist beschränkt. Und eines Tages ist es zu spät für meinen Traum!

Seien Sie klüger!

„Eines Tages, baby, werden wir alt sein, oh baby,
und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen werden –
traurige Konjunktive sein…“
Julia Engelmann

Seien Sie gut!

Viele Regeln – viel Verwirrung

Viele Organisationen sind mit aufwändigen Regelwerken bewaffnet. Ab einer bestimmten Größe einer Organisation kann man nicht mehr alles fallweise entscheiden, man braucht für die Vereinheitlichung von Prozessen und Entscheidungen Regeln. Regeln
  1. können das Zusammenleben vereinheitlichen (alle benehmen sich in bestimmten Grenzen gleich) und so eine Unternehmensphilosophie manifestieren.
  2. sollen das Zusammenleben vereinfachen (jeder weiß was er zu tun hat).
Es ist wie im Straßenverkehr: Wenn sich jeder an die Regeln hält, gibt’s keine Probleme.
Theoretisch.
Praktisch können schon drei Verkehrsschilder dafür sorgen, dass nichts mehr klar ist:
Schilder - Regeln
Mit Regeln ist es wie bei vielen anderen Dingen im Leben: die Dosis macht das Gift.
Zuviel Regeln sorgen dafür, dass Mitarbeiter nur noch „Dienst nach Vorschrift“ machen. Das sollte das Unternehmen unglücklich machen (tut es aber leider oft nicht…). Und es macht keinem Mitarbeiter Spaß. Niemand will wie ein dummer Junge behandelt werden. Zudem gilt: Je mehr Regeln, desto mehr besteht die Gefahr, dass die Regeln nicht sauber voneinander abgegrenzt sind und sich widersprechen (s. Bild).
Hat man zuviel Regeln, passiert das, was Regeln eigentlich verhindern sollen: sie vereinfachen die Prozesse nicht, sondern manchen sie kompliziert, schwerfällig und langsam. Wertvolle Arbeitszeit geht für die Erfüllung von Vorschriften drauf statt für produktive Arbeit. Mitarbeiter sind verunsichert und flüchten sich in unverbindlichem aber regelkonformen Verhalten. Kreativität, Eigenverantwortlichkeit und Motivation entwickelt sich in einem solchen Umfeld nicht.
„Je enger der Raum, der dem einzelnen zugemessen wird, um so strenger müssen die Gesetze sein, die das Verhalten der Menschen regeln. Denn die räumliche Enge führt zu Aggressionen.“
Günther Behnisch
Zuwenig Regeln bergen die Gefahr, dass – ja, was? Wenn die Unternehmensphilosophie klar definiert und kommuniziert ist und von der Führungsmannschaft glaubhaft vorgelebt wird, kann jeder Mitarbeiter davon das von ihm erwartete Verhalten ableiten. Jeder kann sich eigenverantwortlich einbringen, seinen eigenen Stil entwickeln, seine eigene Interpretation der Unternehmensphilosophie ausleben. Zeit wird frei für wesentliche Dinge, Mitarbeiter sind motiviert.
Das ist doch mal ein echtes Risiko, oder?

4 Tipps für sinnerfülltes Arbeiten

Unsere Suche nach Sinn

In der westlichen Welt suchen wir nach Sinn. Unser tägliches Tun scheint vielen entfremdet, fremdbestimmt und nicht „unsers“. Ein Job mit Sinn ist daher wie der Heilige Gral der Selbstverwirklichung. Alle streben danach, die wenigsten finden ihn – aber alle behaupten, es gäbe ihn. Viele Menschen klagen über ihren sinnlosen Job, über das Hamsterrad, in dem sie festsitzen. Sinnvolle Arbeit machen immer nur die anderen. Wenige werden sogar zu Aussteigern, um mal „etwas sinnvolles“ zu tun – und wir stehen staunend daneben und wünschen uns, auch den Mut dazu aufzubringen.

Aber wo finden wir den sinnvollen Job? Und: Ist das überhaupt die richtige Frage?

In unseren Köpfen gibt es Jobs, die per Definition Sinn haben:
Arzt sein scheint sinnvoll. Aber sprechen Sie mal mit einem Arzt in einem Krankenhaus: Er verbringt mehr Zeit für Bürokratie als für Patienten. Durch Mehrfachschichten ist er körperlich und geistig so ermattet ist, dass er Fehler macht. Ihm geht der ganze Klinikbetrieb auf die Nerven, weil es nicht mehr um den Menschen geht – das war nämlich sein Wert, der ihn bei der Berufswahl und während des Studiums angetrieben hat.
Entwicklungshelfer sein scheint sinnvoll. Aber sprechen Sie mal mit einem, der Brunnen gräbt, die in 2 Monaten schon wieder verstopft sind, weil sich niemand dafür verantwortlich fühlt. Der den Hunger von Menschen stillt und doch weiß, dass manche Dritte-Welt-Länder unermesslich reich sind, aber der Reichtum nicht bei der Bevölkerung ankommt, sondern nur bei einer korrupten Oberschicht. Er spürt, dass seine Arbeit eigentlich nur die Korruption einer Regierung ausgleicht.

Und dann stand ich neulich an der Aldi-Kasse. Die Kassiererin war ansteckend fröhlich, schenkte jedem Kunden ein Lächeln und ein freundliches Wort. Als ich sie darauf ansprach sagte sie, dass das für sie der Sinn ihrer Arbeit sei: Jeden Menschen mit Freundlichkeit zu begegnen, ihnen mit Gutem zu begegnen, so dass sie den Supermarkt fröhlicher verließen als sie gekommen waren.
Hat bei mir geklappt!

Ist Sinn also nur eine Sache der Perspektive?

Martin Luther King wird dazu folgendes Zitat zugeschrieben:
“Welcher Arbeit Sie auch in Ihrem Leben nachgehen, machen Sie sie gut. Wenn Ihre Aufgabe darin besteht, die Straßen zu fegen, dann fegen Sie, wie Michelangelo malte, wie Shakespeare Gedichte schrieb und wie Beethoven komponierte. Fegen Sie die Straßen so, dass alle die himmlischen und auch die irdischen Heerscharen innehalten und sagen: Er lebte als ein großer Straßenfeger und er hat seine Arbeit gut gemacht.”

Ich habe ein mittelständisches Unternehmen als Kunden. Dieses Unternehmen ist geprägt von einer Person. Eine Begegnung mit ihm lässt mich augenblicklich innerlich anhalten. Ich fühle mich wahrgenommen und wertgeschätzt. Er versucht, mir mein Ankommen so angenehm wie möglich zu machen. Wenn ich irgendein Problem habe: Ihn kann ich fragen! Wenn ich das Unternehmen verlasse, freue ich mich schon wieder auf das nächste Mal. Dieser Mann ist eine echte Wohltat. Es ich der Pförtner. Eine wundervolle Visitenkarte für das Unternehmen!

Das Handwerk hat vor ein paar Jahren mit dieser wunderbaren Anzeige geworben:

Werbung Handwerk

 

Kassiererin, Straßenfeger, Pförtner und Maurer als sinnvolle Jobs?

 

Merken sie es?
Kein Job der Welt kann ihnen Sinn bringen. Sie selber sind der einzige, der ihrem Job Sinn geben kann. Verschwenden sie keine Zeit, sinnvolle Jobs zu suchen. Tun sie ihren Job sinnvoll. Das ist das Geheimnis!

 

4 Tipps, um Sinn in den Job zu bekommen:

1. Seien sie gut

Damit meine ich fachlich wie auch ethisch. Nehmen Sie Menschen um sich herum als Menschen wahr. Nicht nur als Kollegen. Begegnen sie ihnen auf einer tieferen Ebene. Und als Führungskraft: Betrachten sie ihre Mitarbeiter nicht nur als Menschen, nicht als Arbeitskraft. Der Satz „unsere Mitarbeiter sind unsere wichtigste Ressource“ ist entwürdigend und entmenschlichend. Gute Menschen machen den Unterschied und tragen zum Unternehmenserfolg bei!

2. Definieren sie den tiefen Grund ihres Jobs

So wie der Mauerer im obigen Beispiel nicht einfach Mauern hochzieht, sondern Gott ein Haus baut.

3. Haben sie Respekt vor ihrer Arbeit

Sagen sie niemals „ich bin nur Kassiererin“, „… nur Straßenfeger“, „…nur Pförtner“ und „…nur Maurer“. Seien sie Stolz auf ihre Arbeit. Verrichten sie sie mit Stolz und erzählen sie davon mit Stolz.

4. Als Führungskraft: Lassen sie Raum für Sinn

Unterstützen sie Zwischenmenschliches. Lassen sie zu, dass Mitarbeiter sich für mehr als ihren Zuständigkeitsbereich interessieren. Und lassen sie es zu, wenn sich Menschen ihre Persönlichkeit einbringen. Das macht sie etwas komplizierter zu führen, aber es lohnt sich. Denn ihre Mitarbeiter sind kreativ, eigenverantwortlich und engagiert. Aber vielleicht nicht mehr bei der Arbeit.

 

Also: seien sie gut!

 

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Wirksame Führung durch wertschätzende Kommunikation

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Wirksame Führung durch wertschätzende Kommunikation

Führung ist ein „Inside-Out-Job“. Soll heißen: Führung ist geprägt von der Person des Führenden. Charakterschwächen eines Managers führen IMMER zu Schwächen in seiner Organisation. Es sei denn, der Führende kennt seine Schwächen, geht damit offen um und steuert gegen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Kommunikation.
Wie kommunizieren wir mit unseren Mitarbeitern? Wertschätzend oder gering schätzend? Respektvoll oder respektlos?

Heute möchte ich Ihnen ein sehr gutes Video zum Thema Kommunikation empfehlen:

 

Negative Kommunikation und ihre destruktive Kraft

Julian Treasure zeigt in dem Video sieben negative Ausprägungen von Kommunikation:
– Tratschen,
– verurteilen,
– negativ reden,
– jammern und klagen,
– entschuldigen,
– lügen,
– Dogmatismus.

 

Kommunizieren wir als Führungskräfte so, hat das extrem negativen Einfluss auf unsere Mitarbeiter und unsere Organisation. Die Mitarbeiter fühlen sich auf der einen Seite nicht „wertgeschätzt“. Auf der anderen Seite werden die Mitarbeiter bald genauso kommunizieren. Es bedarf schon einer sehr starken Persönlichkeit, um in einer Abteilung anders zu kommunizieren als der Chef.

Stellen sie sich eine Abteilung vor, in der nur über andere negativ geredet wird. In der sich nur beschwert wird über die Umstände, ohne selbst die Veränderungsverantwortung zu übernehmen. In der nur mit Lügen agiert wird.
Was macht das mit einer Abteilung oder Organisation? Wenn der „zwingende“ Grund des Geldverdienens nicht wäre (z.B. in einem Verein – die AfD lässt grüßen…), würde diese Gruppe auseinander fallen. Weil man nur noch genervt voneinander wäre. Weil man sich in der Nähe der anderen nicht wohl fühlen würde. Weil permanente Anfeindungen krank machen. Weil es keinen vernünftigen Grund gibt, warum man Zeit mit Menschen verbringen sollte, die einen nicht mögen und die man selber nicht mag. Der Wirkungsgrad einer solchen Abteilung wäre Null, weil die gesamte gemeinsame Energie für Grabenkämpfe verwendet wird.

Und was meinen Sie, in welchem Bild erscheint diese Firma in den privaten Kanälen der sozialen Medien? Jeder, der heute einen Job sucht, sucht und findet genau solche Informationen! Da kann die Firma dann noch so schöne Image-Broschüren drucken, eine sympathische Internet-Präsentation haben und wohlformulierte Stellenanzeigen schalten. Gott sei dank wird sich niemand, der halbwegs bei Verstand ist, bei dieser Firma bewerben!

 

Positive Kommunikation und ihre konstruktive Kraft

Julian Treasure zeigt die Eckpunkte positiver Kommunikation:
– Ehrlichkeit,
– Authentizität,
– Integrität,
– Liebe.

Jetzt stellen Sie sich eine Abteilung vor, in der so kommuniziert wird. Menschen schätzen einander. Sie helfen einander. Sie schaffen ein Umfeld, in dem man sich gerne aufhält. Hier werden Fehler auch mal durch andere aufgefangen. Und man hat SEHR VIEL Energie, um sich mit gemeinsamen Aufgaben zu beschäftigen. Weil die Energie nicht mit negativen Handlungen verschwendet wird. Und man hat Spaß an den gemeinsamen Aufgaben, weil man weiß, dass man gemeinsam viel bewegen kann. Mit einer solchen Abteilung kann man alles erreichen! Und sie zieht neue, positive Menschen geradezu an.

Wir sollten uns alle die Frage stellen: In welcher Welt möchte ich leben? Und damit anfangen, unser direktes Umfeld so zu prägen, wie wir die Welt gerne hätten! Oder, wie Julian Treasure es ausdrückte: Sonnenschein und Leichtigkeit in die Welt bringen!

Übertreibe ich? Mich interessiert Ihre Meinung dazu!

 

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Bei Zeitplanung geht’s nicht um „was wollen wir tun“, sondern um „wer wollen wir sein“

Wenn wir uns mit Zeitplanung, Kalender und To-Do-Listen beschäftigen, agieren wir oft zu kurzsichtig und alltagsgetrieben. Hier ein paar Fehler, die verhindern, dass unsere Lebensplanung unseren Alltag erreicht:

 

1. Zu alltagsgetrieben

Gehen Sie mal Ihre To-Do-Liste und ihre Termine durch. Von wem kommen die Aufgaben und Termine? Von Ihrem Chef, Kollegen, Ihrem Job. Von Ihrer Frau / Ihrem Mann, Ihren Kindern. Von Ihren Freunden.
An diesen To-Do’s und Terminen ist grundsätzlich nichts falsch, weil wir zum Glück einen Job haben, Familie, Freunde. Wir leben in einem sozialen Kontext, der auch von uns seinen Beitrag fordert. Und das ist etwas Gutes!
Zum Problem wird es, wenn wir nur solche Aufgaben und Termine haben und sich keine Aufgabe und kein Termin aus unserer Lebensplanung entsteht.

 

2. Falsche Priorisierung

Meist wird empfohlen, unsere Aufgaben in vier Kategorien einzuteilen (das berühmte Eisenhower-Quadrat):
A. wichtig und dringend
B. wichtig
C. dringend.
D. nichts von allem und daher unwichtig.

Die höchste Priorität ist also „wichtig und dringend“. Das Problem dabei: Unsere Lebensplanung ist selten dringend. Also landen die wichtigsten Punkte unserer Lebensplanung niemals in der höchsten Prio-Stufe.
Ich habe mich von o.g. Einteilung verabschiedet. Auch weil ich festgestellt habe, dass es so gut wie keine Aufgaben gibt, die wirklich wichtig und dringend sind. Für mich gibt es diese drei Prioritäten:
A. Lebensplanung
B. Wichtig
C. Dringend.
In meiner Prio-A-Liste stehen gar keine Alltagsaufgaben. Sondern nur Aufgaben aus meiner Lebensplanung. Nur die verdienen das Label „Prio A“.

 

3. Falsche Grundfrage

Woher kommen Ihre Prio-A-Aufgaben? Aus Ihrer Lebensplanung hoffentlich. Sie nehmen sich also hoffentlich mindestens einmal im Jahr Zeit um ihre Ziele festzulegen. Und Sie kontrollieren Ihren Fortschritt in der Zielerreichung hoffentlich mindestens jedes Quartal. So weit, so gut.
Wie aber legen Sie Ihre Lebensplanung fest? Viele Menschen planen oft äußerlich sichtbare, materielle Ziele, die sie gerne erreichen wollen, wie etwa „Abteilungsleiter“, „Südamerikareise“, „größeres Haus“, „Urlaub auf den Malediven mit Familie“ oder „Spanisch lernen“. Alles Dinge, die sich in sichtbaren Ergebnissen manifestieren. Aber sie gehen nicht an den Kern Ihrer Persönlichkeit.
Fragen Sie besser: „Wer will ich sein?“. Beschreiben Sie genau, wer sie gerne wären. Und legen sie dann fest, wie sie dahin kommen. Was soll sie auszeichnen? Ein inniges Verhältnis zu Ihrer Frau / Ihrem Mann und Ihren Kindern? Ein bundesweit anerkannter Experte auf Ihrem Gebiet? Souverän und finanziell unabhängig?
Beschreiben Sie auch, was sie nicht wollen: Sie wollen nicht so werden wie Ihr Chef? Sie wollen nicht auch am Wochenende getrieben sein von Aufgaben, die Ihnen andere zuweisen? Sie wollen keine sinnlose Ehe und kein Vater / keine Mutter sein, die von Ihren Kindern nur als Geldquelle wahrgenommen wird?

Der Unterschied: Sie machen Ihre Zielerreichung nicht an äußeren, meist materiellen Dingen fest. Sondern an sich selbst. Sie verändern sich selbst und erreichen damit ein viel höheres Maß an Zufriedenheit und Glück.

 

4. Nicht konkret genug

Der letzte Fehler ist die fehlende Konkretisierung. Wir haben „Prio-A“-Aufgaben in unserer To-Do-Liste. Aber solange diese Punkte nicht zu Terminen in unseren Kalendern werden, sind sie absolut sinnlos. Sie taugen als Erinnerung an einen schönen Traum. Aber sie bringen uns nicht voran. Unser Terminkalender beinhaltet unsere Konkretisierung von Zielen. Wenn Ihnen etwas wirklich wichtig ist, dann machen Sie einen Termin draus.

Ein Freund von mir hatte vor einigen Jahren das Gefühl, er würde den Kontakt zu seiner pubertierenden Tochter verlieren. In seiner Beschreibung von „wer will ich sein?“ stand aber: „liebender Vater“. Darum hat er sofort einen monatlichen Termin mit seiner Tochter zum Frühstück in einem tollen Szene-Kaffee gemacht. Zunächst findet das ein pubertierender Teenager ja nicht so erstrebenswert, mit dem Vater zusammen zu frühstücken. Aber er hat nicht aufgegeben und erst nach einem Jahr waren die beiden soweit, dass sie tiefe Gespräche führen konnten. Aber das ist bis heute so geblieben. Weil er aus dem was ihm wichtig war, einen konkreten Termin gemacht hat.

 

Leben Sie Ihr Leben!

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